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Eine Welt zwischen zwei Buchdeckeln

In Frankfurt dreht sich aktuell alles um das Buch – ein Medium, das als Grundlage für Kultur und als Weltvermittler verstanden werden kann. Anlässlich der Buchmesse in Frankfurt am Main, bei der neben digitalen Elementen das gedruckte Buch im Zentrum steht, möchten wir unsere Museumsbibliothek im MMK 1 vorstellen.

Bibliothek MMKJedes einzelne Buch, eine Welt zwischen zwei Buchdeckeln, ist eine Aufforderung zum Entdecken. Der Leser muss dem Inhalt in einem direkten Dialog begegnen – es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Aktion. Ist der Künstler festgelegt, mit dem sich der Bibliotheksbesucher befassen möchte, wird der entscheidende Knopf gedrückt, Regale fahren auf einer Schiene auseinander und die deckenhohen Bücherwände des Kompaktmagazins werden sichtbar, dann muss nur noch das eine Buch gefunden werden.

Mit über 52.000 Publikationen deckt die Bibliothek im MMK 1 ein weites, höchst aktuelles Themenspektrum ab und birgt dabei wahre Schätze. Vollständig gesammelt werden hier Veröffentlichungen zu Künstlerinnen und Künstlern, die in der Sammlung des Museums vertretenen sind. Dazu gehören nationale und internationale Ausstellungskataloge von Japan über Kanada bis Australien, monografische Publikationen zu Künstlern und Kunstrichtungen sowie Künstlerbücher. So finden sich hier beispielsweise ganze 270 Fotobücher des japanischen Künstlers Nobuyoshi Araki und über 370 Publikationen zu Joseph Beuys. Einige Raritäten mit kleiner Auflage sind in einem Glasschrank direkt im Lesebereich ausgestellt, dazu zählen Andy Warhols bekannte Brillo-Box, das Künstlerbuch „The Vanity of Allegory“ von Douglas Gordon, das in einem kleinen Stoffsäckchen aufbewahrt wird und die Blätter Wolf Vostells „2 de-coll/age-happenings“, die durch eine Schraubzwinge befestigt sind. Gerade bei diesen besonders gestalteten und verpackten Künstlerbüchern ist eine haptische Begegnung notwendig, um diese in Gänze wahrnehmen zu können. Denn beim Akt des Auspackens, Aufklapppens und Riechens werden alle Sinne angesprochen.

Wer nach einem Ausstellungsbesuch mehr über einen Künstler im Speziellen erfahren oder allgemein stöbern und forschen möchte, ist hier am richtigen Ort. Die Bibliothek im MMK 1 ist öffentlich zugänglich und kann an Werktagen von 8 bis 17 Uhr am besten mit Anmeldung besucht werden.

Link zur Bibliothek

 

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