Die Göttliche Komödie/O-Tones

MMK Talks mit Julie Mehretu und Chus Martinez

 

MMK Talks – The Artists

In der vierten Ausgabe der MMK Talks setzt das MMK Museum für Moderne Kunst die beliebte Reihe der Künstlergespräche „The Artists“ fort. Die erste Hälfte der Veranstaltungsreihe ist der Großausstellung „Die Göttliche Komödie. Himmel, Hölle, Fegefeuer aus Sicht afrikanischer Gegenwartskünstler (21.3. — 27.7.2014) gewidmet. Drei herausragende KünstlerInnen der Ausstellung diskutieren mit einem Gesprächspartner ihrer Wahl. In der zweiten Jahreshälfte sprechen bedeutende KünstlerInnen der MMK Sammlung über ihre Arbeit.

Julie Mehretu lebt und arbeitet in New York. Sie schafft kartografische Zeichnungen und Gemälde von Plätzen und Architekturen, in die sich aktuelle politische Ereignisse eingeschrieben haben. Sie war im MMK mit Chus Martinez im Gespräch. Martinez ist eine spanische Kunsthistorikerin, Museumskuratorin und Autorin zahlreicher Schriften zur zeitgenössischen Kunst. Sie leitete die kuratorische Abteilung der documenta (13) in Kassel.

Sie sprachen über Julie Mehretus künstlerische Praxis, ihre Zusammenarbeit für die documenta (13) und dem Werk „Fragment“ das derzeit in der Ausstellung zu sehen ist.

Julie Mehretu, Fragment, 2009 Courtesy die Künstlerin und Marian Goodman Gallery, New York © Julie Mehretu

Julie Mehretu, Fragment, 2009
Courtesy die Künstlerin und Marian Goodman Gallery, New York © Julie Mehretu

In ihren Werken setzt sich Julie Mehretu mit Migration und dem Wandel in dicht besiedelten Städten auseinander, wofür sie ihren Ausgangspunkt in der historischen Architektur findet. Durch die Visualisierung architektonischer Formen erforscht die Künstlerin psycho-geografische Vorstellungen von Orten.

Der Dalai Lama vor Mehretus Werk "Fragment" bei seinem Besuch im MMK im Mai.

Der Dalai Lama vor Mehretus Werk „Fragment“ bei seinem Besuch im MMK im Mai.

Angeregt von der Berliner Stadtlandschaft überlagert sie in Fragment (2009) eine Vielzahl akribisch ausgeführter Straßentopografien zu einem komplexen Geflecht aus ineinander verschwimmenden Linien und Markierungen. Bestimmte Bereiche des Gemäldes sind vorsätzlich verwischt oder ausradiert; Strukturen scheinen sich auf der Oberfläche der Leinwand aufzulösen. Mehretu verwendet ein breites Spektrum zeichnerischer Techniken, um die historische Dualität von Schichtung und Auslöschung, Aufbau und Zerstörung zu spiegeln.

 

 

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